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Der Bedarf von Menschen mit Behinderung in Rumänien, die aus den alten verwahrenden und oft autoritär geführten staatlichen Heimen herauswollen und ein selbstständiges Leben in der Gesellschaft führen wollen, ist sehr groß. Das Gesetz zur Deinstitutionalisierung von Menschen mit Behinderung von 2023 (Gesetz zuzr Auflösung eines Drittels der Heimplätze) bietet hierfür eine gute Grundlage. Mit Fördermitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und entsprechenden Eigenmitteln werden wir bis 2029 für 34 Menschen mit Behinderung, die bisher in Heimen leben, Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten schaffen, die ihnen ein selnbstständíges Leben außerhalb der Heime ermöglichen.
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Entwicklung neuer Wohnangebote
Im Dorf Cadea werden zwei barrierefreie Wohnhäuser für jeweils zwei Personen bauen, die einen höheren Betreuungsbedarf haben. Der Erwerb der Grundstücke und die Bauplanungskosten konntenn als Eigenleistung durch eine private Großspende finanziert werden. Die Baukosten werden über die EU-Mittel finanziert.
Des Weiteren sollen in Sacueni oder Oradea zwei Wohnungen mit jeweils bis zu vier Plätzen gekauft werden. 10 weitere kleinere Wohnungen, überwiegend wahrscheinlich in Oradea, für jeweils zwei Personen sollen angemietet werden. Viele Betroffene wünschen sich mittlerweile Einzel-oder Paarwohnungen statt Wohngemeinschaft. Diesem Wunsch soll damit nachgekommen werden. Mit der Anmietung betreten wir Neuland, weil die Vermietung von Wohnraum sich nach gesetzlichenn Erleichterungen erst seit Kurzem in Rumänien durchsetzt. Erwerbs- und Mietkosten werden ebenfalls von den EU-Mitteln gedeckt.
Die zukünftigen NutzerInnen dieser verschiedenen Wohnangebote sollen in die Planungsprozesse möglicst früh einbezogen werden.
Aufbau neuer ambulanter Dienste
Die NutzerInnen der neuen Wohnangebote sollen je nach Hilfebedarf die unterschiedlichsten Assistenzdienstleistungen durch ambulante Teams erhalten. Neu ist, dass Menschen, die aus den Heimen kommen, nicht mehr die klassische „Rehabilitationskette“ (Wohnhaus, Betreutes Wohnen, Auszugsprojekt) durchlaufen, sondern sofort in einer kleinen Wohneinheit anfangen und dort individuell die Betreuung, Begleitung und Beratung bekommen, die sie brauchen.
Da die Bedarfe der NutzerInnen sehr unterschiedlich sein werden, müssen die ambulanten Assistenzteams sehr flexibel sein. Die Aufgaben können von Rund-um-die Uhr-Betreuung über Selbstständigkeitstrainings (Kochen, Putzen) bis hin zu Krisenberatung oder quartiersbezogener Suche nach gut erreichbaren, nahegelegenen Beschäftigungs- und Arbeitsangeboten reichen.
