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Was wir planen

Der Bedarf von Menschen mit Behinderung in Rumänien, die aus den alten verwahrenden und oft autoritär geführten staatlichen Heimen herauswollen und ein selbstständiges Leben in der Gesellschaft führen wollen, ist sehr groß. Deshalb setzen unsere Zukunftsplanungen auch hier an.

Neues Auszugsprojekt

Wir brauchen bedeutend mehr Plätze für die Menschen, die das Wohnen im Wohnhaus, im Betreuten Wohnen oder einem der Wohnmodule in Cadea durchlaufen haben und ausziehen wollen und können. Mit Hilfe von Fördergeldern der Aktion Mensch wollen wir unser Auszugsprojekt stark ausbauen. Geplant ist, weitere 20 junge Menschen mit Behinderung in die vollständige Selbstständigkeit zu bringen. Die Quartiersarbeit (Wohnungen suchen, Kontakte herstellen, Arbeitsplätze im Quartier ausfindig machen oder aufbauen), ist zwar unter den Bedingungen von Corona sehr erschwert worden, dennoch wollen wir diesen Teil unserer Arbeit systematisch ausbauen. Für die freiwerdenden Plätze in den Wohnhäusern, im Betreuten Wohnen und in Cadea gibt es schon viele Anwärter*innen aus den staatlichen Großinstitutionen.

Eigener Strom für Cadea

Eine zweite wichtige Erfahrung von uns ist, dass der rumänische Staat die freien Träger immer wieder aufs Neue schlechter stellt und eine ausreichende Refinanzierung für die von ihnen geleisteten sozialen Dienste immer wieder in Frage steht. Wir müssen uns deshalb Schritt für Schritt finanziell unabhängiger machen, auch wenn das natürlich nur in Teilen gelingen kann. Vor diesem Hintergrund wollen wir im Heim Cadea mit Hilfe großzügiger Unterstützung eines niederländischen Mäzens eine Photovoltaik-Anlage bauen, die die Stromversorgung des Zentrums und der Werkstätten sicherstellt.

Neubau einer Küche für Cadea

Im Dorf Cadea bauen wir derzeit unweit des Heimgeländes eine neue Großküche, die nicht nur die alte marode Heimküche ersetzen, sondern auch die Cateringversorgung  von Verwaltungen, Betrieben und Schulen in der Region übernehmen soll. Das schafft Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung und wird damit als inklusives Unternehmen arbeiten. Die Küche wird als gemeinnütziges Unternehmen geführt, so dass die Erträge wieder reinvestiert werden und damit sichert durch die erwirtschafteten Erträge eine größere wirtschaftlich Unabhängigkeit von den schwankenden staatlichen Erstattungen erreicht wird.

Blindenhaus in Oradea

Das Haus für die blinden Bewohnerinnen und Bewohner - ein Altbau im Hof des Casa Max – musste komplett saniert werden. Wir bauen dieses Haus derzeit komplett um, damit es den heutigen Standards der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik entspricht. Die Bewohner und Bewohnerinnen wohnen vorübergehend mit den anderen zusammen im Haupthaus. Befürchtungen, dass dies zu Schwierigkeiten und Streitereien führen könnte, haben sich als unbegründet erwiesen. Alle freuen sich auf die neuen Räume und sind solidarisch miteinander.